Der BaPsy-DGPs besteht aus 122 Aufgaben, alle im Single-Choice-Format: Zu jeder Frage gibt es genau eine richtige Antwort, offene Antworten oder mehrere richtige Lösungen kommen nicht vor. Diese Seite zeigt dir jeden Testteil im Detail, mit den offiziellen Beispielaufgaben und der passenden Bearbeitungsstrategie.
Nächster Testtermin: 14. November 2026. Alle Testtage und Fristen findest du auf der Seite BaPsy Termine.
Die sechs Testteile laufen in fester Reihenfolge ab, den Anfang macht der Mathematikteil. So verteilen sich die 156 Minuten reine Bearbeitungszeit:
| Reihenfolge | Testteil | Aufgaben | Zeit | Antwortoptionen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Mathematikkenntnisse | 20 | 23 Minuten | 4 |
| 2 | Schlussfolgerndes Denken verbal | 20 | 18 Minuten | 4 |
| 3 | Schlussfolgerndes Denken figural | 20 | 25 Minuten | 16 |
| 4 | Psychologieverständnis deutsch | 21 | 36 Minuten | 4 |
| 5 | Schlussfolgerndes Denken numerisch | 20 | 18 Minuten | 4 |
| 6 | Psychologieverständnis englisch | 21 | 36 Minuten | 4 |
| Gesamt | 122 | 156 Minuten |
In den meisten Teilen stehen vier Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, nur der figurale Teil weicht mit 16 Optionen davon ab. Die 156 Minuten sind reine Bearbeitungszeit, dazu kommen die Instruktionsphasen vor jedem Testteil. Deine Lösungen markierst du nicht im Testheft, sondern auf einem separaten Antwortbogen.
Kein Format muss dich am Testtag überraschen: Die Instruktionen zu allen sechs Testteilen stehen vorab als PDF bereit, jedes Aufgabenformat ist vorher bekannt, und in den Verständnisteilen stehen alle Antworten im Text.
Dein Ergebnis erscheint als Prozentrang innerhalb aller Ergebnisse des Testjahrs und als Standardwert. Was diese Werte bedeuten und wie daraus Zusatzpunkte werden, erklärt der BaPsy-Rechner.
Den Anfang des Tests macht der Mathematikteil. Er ist ein Kenntnistest: Er verlangt abrufbares Wissen, das du vorher gelernt haben musst. Genau darin unterscheidet er sich von den Verständnisteilen, bei denen es eher um Lese- und Bearbeitungsstrategie geht. Hier hilft Wiederholen statt Textarbeit.
Geprüft werden vier Themengebiete, jeweils auf Abiturniveau.
Einziger Teil mit Notizen: Nur hier darfst du Notizen und Nebenrechnungen machen, und zwar auf dem ausgeteilten Schmierpapier.
Abiturniveau
Abiturniveau
Abiturniveau
Zufallsexperimente und Zufallsvariablen, Verteilungen, Kombinatorik
Du bekommst Aussagen, die über vier logische Verknüpfungen verbunden sind. Gesucht ist die Schlussfolgerung, die logisch zwingend aus den Angaben folgt: Die übrigen Optionen sind falsch oder lassen sich aus den Aussagen nicht sicher ableiten. Wer hier umgangssprachlich denkt, wählt schnell eine plausible, aber nicht zwingende Antwort.
Häufigste Stolperfalle: die Umkehrung beim wenn, dann. Trifft der Dann-Teil zu, lässt sich über den Wenn-Teil nichts sagen.
Richtig ist: Die Katze springt. Die übrigen Optionen sind falsch oder lassen sich nicht sicher ableiten.
Du siehst eine Matrix aus 3 x 3 Feldern mit Figuren, ein Feld ist mit einem Fragezeichen markiert. Gesucht ist die Antwortoption, die dieses Feld sinnvoll ergänzt. Oft wirken mehrere Regeln gleichzeitig, laufen in verschiedene Richtungen und betreffen unterschiedliche Elemente der Figur.
Im offiziellen Beispiel wandert ein grauer Kreis spaltenweise und gegen den Uhrzeigersinn durch die Quadranten der Figur, während die schwarzen Striche einer zweiten, zeilenweise geltenden Regel folgen: Die letzte Figur einer Zeile entsteht aus den vorherigen Figuren derselben Zeile, übernommen werden nur die Striche, die in beiden vorkommen. Diese Kombination, bei der sich die dritte Figur einer Zeile aus den ersten beiden ergibt, ist häufig. Richtig ist nur die Option, die alle Regeln zugleich erfüllt.
In diesem Teil sind keine Notizen erlaubt, die Aufgabe läuft komplett im Kopf ab.
Raten bringt rechnerisch deutlich weniger als in den anderen Teilen, und das Durchsehen aller 16 Optionen kostet Zeit. Sinnvoller ist es, erst die Regeln zu bestimmen und dann gezielt die passende Figur zu suchen:
Du liest drei Texte zu psychologischen Inhalten, teilweise ergänzt um Tabellen oder Abbildungen, und beantwortest zu jedem Textabschnitt sieben Fragen. Beantwortet wird ausschließlich auf Basis des Textes: Psychologisches Vorwissen ist nicht nötig und kann sogar in die Irre führen.
Typischerweise nennt ein Abschnitt konkrete Häufigkeiten und einen Fachbegriff, und die falschen Optionen widersprechen diesen Angaben oder verdrehen sie. Wer Text und Optionen genau abgleicht, kann die Alternativen systematisch ausschließen.
Der Text behandelt die Diagnosehäufigkeit von Persönlichkeitsstörungen und definiert den Fachbegriff Komorbidität
Richtig: Bei einer Komorbidität liegt zusätzlich zu einer Grunderkrankung mindestens ein weiteres Krankheitsbild vor. Genau so definiert der Text gemeinsam auftretende Erkrankungen.
Ein Abgleich Wort für Wort mit dem Text entlarvt alle drei.
Hier erwarten dich Sachaufgaben, wie du sie aus dem Mathematikunterricht kennst. Es geht nicht um Formelwissen, sondern darum, aus der Textangabe die richtige Rechnung abzuleiten und zwischen vier Optionen die passende zu bestimmen.
Kenntnistest: gelernten Stoff abrufen. Vorbereitung heißt Wiederholen.
Denkaufgabe: den Weg vom Text zur Rechnung finden. Formelwissen wird nicht geprüft.
Der englische Teil ist genauso aufgebaut wie der deutsche: drei Texte, sieben Fragen je Textabschnitt, 21 Aufgaben. Unterschiedlich ist nur die Sprache. Die Passagen sind Originaltexte aus fachnahen Publikationen und Fachzeitschriften, entsprechend wissenschaftlich ist das Vokabular. Das Leseverständnis für englische Fachsprache ist damit ein eigener Faktor, die Fragen folgen aber derselben Logik und beziehen sich allein auf den Inhalt des Textes.
Typische Begriffe aus solchen Texten:
assessment trait predictive
Wer vorab englische Fachtexte aus der Psychologie liest, wird von solchen Begriffen nicht ausgebremst.
Die Aufgabe stammt aus einem Fachartikel zur Personalauswahl und zur situativen Wahrnehmung.
Richtig: Manche Persönlichkeitsmerkmale können für bestimmte Jobs vorhersagekräftig sein, weil die typischen Situationen dieser Jobs eine bestimmte situative Wahrnehmung begünstigen.
Die übrigen Optionen behaupten das Gegenteil dessen, was im Text steht.
Notizen und Nebenrechnungen im Mathematikteil, auf dem ausgeteilten Schmierpapier. Der Mathematikteil steht am Anfang des Tests und ist der einzige Teil mit dieser Ausnahme.
Keinerlei Notizen oder Markierungen im Testheft, in allen anderen Testteilen. Wer sich beim Üben angewöhnt hat, Textstellen anzustreichen, sollte das rechtzeitig umstellen. Verbales und figurales Schlussfolgern läuft im Kopf ab.
Deine Lösungen markierst du auf einem separaten Antwortbogen. Das kostet zusätzliche Sekunden und birgt die Gefahr des Verrutschens: Ein gleichbleibender Übertragungsrhythmus gehört deshalb zur Vorbereitung.
Der Test wird ausschließlich in Präsenz an einem der angebotenen Testorte durchgeführt, eine Online-Teilnahme ist nicht vorgesehen. Welche Städte zur Wahl stehen, zeigt die Seite BaPsy Testorte.
Testsprache ist Deutsch, auch wenn ein Testteil englische Texte enthält.
Vor jedem Testteil gibt es einen eigenen Instruktionstext, der Format, Aufgabenzahl und Zeit nennt. Diese Instruktionen stehen vorab als PDF bereit, sodass du am Testtag keine Zeit damit verlierst, die Aufgabenformate zum ersten Mal zu verstehen.
Rechnerisch aus Aufgabenzahl und Bearbeitungszeit je Teil ergibt sich, wo das Tempo am höchsten sein muss. Am knappsten wird es pro Aufgabe im verbalen und im numerischen Teil.
Werte je Aufgabe aus 20 Aufgaben in 23 Minuten (Mathematik), 20 in 18 Minuten (verbal und numerisch), 20 in 25 Minuten (figural) und je 21 in 36 Minuten (Psychologieteile, gerundet). Die beiden markierten Teile lassen am wenigsten Zeit je Aufgabe.
Übe deshalb mit genau diesen Zeiten. Und weil der Test in deutscher Sprache und in Präsenz stattfindet, am besten auf Papier und mit einem separaten Antwortbogen statt nur am Bildschirm.
Zu allen Testteilen gibt es die Übungsaufgaben jeweils in einer Fassung ohne und einer mit Lösung.
So nutzt du sie: Bearbeite die Aufgaben zuerst ohne Lösung und unter Zeitdruck, und nimm die Lösungsfassung danach zur Fehlerkontrolle.
Im Fähigkeitstest des OSA-Psych bearbeitest du ebenfalls Beispielaufgaben. Inhaltlich sind es dieselben wie in den Trainingsmaterialien, du bekommst dort aber eine Rückmeldung zu deiner Leistung.
Eine Bearbeitung vor der Testteilnahme wird empfohlen.
Wie du OSA-Psych, Videos und Übungsaufgaben in einen Lernplan einbaust, zeigt die Seite BaPsy Vorbereitung.
Am Anfang steht der Aufbau: Wer die Struktur der sechs Testteile kennt, kann seine Lernzeit gezielt auf die Bereiche legen, die noch schwerfallen, statt überall gleich viel zu üben. Ein sinnvoller erster Schritt ist das Online-Self-Assessment OSA-Psych. Lernplan, Materialien und Strategie findest du Schritt für Schritt auf der Seite BaPsy Vorbereitung.
cleverprep Lernbereich
Aufgaben zu allen sechs Testteilen, Testsimulationen mit Zeitvorgabe und zu jeder Aufgabe ein ausführlicher Lösungsweg.
Ab 2026 gibt es den Test zweimal im Jahr: einen Termin im Herbst und einen im Frühjahr. Im Mai 2026 wurde noch einmal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen getestet, danach gilt der Halbjahresrhythmus. Du kannst also nicht mehr damit rechnen, dass innerhalb weniger Wochen eine zweite Gelegenheit kommt.
Alle Testtage, Fristen und den Ablauf am Testtag findest du auf der Seite BaPsy Termine 2026 und 2027.
Grundlagen zum Test: BaPsy-DGPs einfach erklärt.
cleverprep ist ein unabhängiges Übungsangebot und nicht mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) oder den Stellen verbunden, die den BaPsy-DGPs entwickeln und durchführen. BaPsy-DGPs ist eine eingetragene Marke der DGPs e.V.
Ein Angebot von Simon Eckert.