Der BaPsy ist freiwillig, bringt dir Zusatzpunkte auf die Abiturnote und kann deine Bewerbung in der Regel nicht verschlechtern. Hinter ihm steht die Deutsche Gesellschaft für Psychologie, und jede Hochschule legt in ihrer Zulassungsordnung selbst fest, wie stark das Ergebnis zählt.
Nächster Testtag: 14. November 2026, danach 22. Mai 2027
Der Studieneignungstest für den Bachelorstudiengang Psychologie, kurz BaPsy-DGPs, ist ein bundesweit einheitlicher Test für alle, die Psychologie im Bachelor studieren wollen. Hinter ihm steht die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs), organisatorisch durchgeführt wird er vom Zentrum für wissenschaftlich-psychologische Dienstleistungen (ZwpD) in der TransMIT GmbH. Es ist also keine Prüfung einer einzelnen Universität, sondern ein Verfahren, dessen Ergebnis viele Hochschulen gleichermaßen anerkennen. Entstanden ist er aus einem Studieneignungstest, der im Auftrag von Baden-Württemberg und Berlin entwickelt wurde. Die erste bundesweite Durchführung war im Mai 2023.
Die Teilnahme ist freiwillig und keine Voraussetzung für die Zulassung. Wer nicht mitschreibt, bewirbt sich weiterhin allein mit der Abiturnote. Das Testergebnis bringt Zusatzpunkte zur Abiturnote bei der Bewerbung, in der Regel werden beide Werte addiert. An Hochschulen, die den Test in ihrer Zulassungsordnung verankert haben, ist die Abiturnote dadurch nur noch eines von mehreren Kriterien. Je nach Ordnung muss dann auch eine sehr gute Note allein nicht mehr reichen. Wie stark Testergebnis und Abiturnote jeweils zählen, legen die Hochschulen selbst in ihren Zulassungsordnungen fest. Ein Blick auf die Seiten der Wunschhochschule lohnt sich also vor der Anmeldung.
Geschrieben wird ausschließlich in Präsenz an einem der angebotenen Testorte, eine Online-Teilnahme gibt es nicht. Testsprache ist Deutsch, und am Testort musst du einen Lichtbildausweis zur Identifikation vorzeigen.
2025 nahmen 40 Hochschulen am Verfahren teil, ohne Hochschulen der Bundeswehr und ohne die Fernuniversität Hagen. Berücksichtigt wird das Zertifikat nur dort, wo eine entsprechende Zulassungsordnung beschlossen wurde. Einzelne Hochschulen berücksichtigen den Test derzeit nicht, darunter:
Diese Liste ist nicht abgeschlossen: Sie wird laufend ergänzt, sobald weitere Gremien ihre Zulassungsordnungen beschließen. Eine Hochschule, die aktuell nicht dabei ist, kann in einer späteren Bewerbungsrunde dazukommen. Selbst wenn deine aktuellen Wunschhochschulen den Test nicht berücksichtigen, hält ein Zertifikat dir also die Optionen für spätere Bewerbungsrunden offen. Alle Details findest du unter teilnehmende Unis und Anrechnung.
Niemand muss den Test schreiben. Die Frage ist also nicht, ob du ihn schreiben musst, sondern ob er sich für deine Bewerbung rechnet. Der Nutzen liegt darin, dass die Abiturnote an den teilnehmenden Hochschulen nur eines von mehreren Auswahlkriterien ist. Wer ohne Testergebnis antritt, verzichtet auf einen Teil der möglichen Punkte. Ein einfaches Rechenbeispiel:
Gut zu wissenEin schwaches Ergebnis verschlechtert deine Bewerbung in der Regel nicht: Abiturnote und Testergebnis werden meist addiert, und wo eine Hochschule beide Werte anders verrechnet, entscheidest du selbst, ob du dein Zertifikat überhaupt einreichst.
Der Test steht allen offen, die in Deutschland eine Hochschulzugangsberechtigung haben oder gerade erwerben und ein Bachelorstudium Psychologie anstreben. Entscheidend ist, dass du die Berechtigung besitzt, nicht in welchem Jahr du sie erworben hast.
Dein Ergebnis ist kein Punktekonto aus richtig gelösten Aufgaben, sondern ein Rangplatz innerhalb aller Teilnehmenden, die im selben Testjahr geprüft wurden. Deine Rohpunkte bekommen erst durch den Vergleich mit dem Feld eine Aussagekraft. Deshalb gibt es auch keine feste Bestehensgrenze: Entscheidend ist, wie du im Vergleich zu den anderen Teilnehmenden desselben Testjahrs abschneidest. Auf dem Zertifikat stehen dafür zwei Kennwerte nebeneinander:
Gibt an, welcher Anteil der Teilnehmenden des Testjahrs gleich gut oder schlechter abgeschnitten hat als du.
Eine umgerechnete Rohpunktzahl. Welchen der beiden Werte eine Hochschule nutzt und wie stark sie ihn gewichtet, legt sie selbst in ihrer Zulassungsordnung fest.
Wie Prozentrang und Standardwert genau zustande kommen und was dein Wert für die Bewerbung bedeutet, zeigt dir der BaPsy-Rechner.
Ab 2026 gibt es den Test zweimal im Jahr: einen Termin im Herbst und einen im Frühjahr. Im Mai 2026 wurde noch einmal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen getestet, am 30. und 31. Mai 2026. Danach gilt der Halbjahresrhythmus. Du kannst also nicht damit rechnen, dass innerhalb weniger Wochen eine zweite Gelegenheit kommt.
Alle Aufgaben sind Single-Choice. Der Test läuft in sechs Teilen nacheinander ab, vor jedem Teil gibt es eine Instruktionsphase. Testsprache ist Deutsch, auch wenn ein Testteil englische Texte enthält.
Dazu kommen die Instruktionsphasen vor jedem Testteil.
Der BaPsy wird ausschließlich in Präsenz geschrieben, eine Online-Teilnahme von zu Hause aus gibt es nicht. Getestet wird nicht in Hörsälen, sondern in großen Veranstaltungshallen, Kongresszentren und Stadthallen, weil sehr viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleichzeitig unter identischen Bedingungen arbeiten. Dein Zertifikat gilt unabhängig vom gewählten Ort an allen teilnehmenden Hochschulen. Wie du klug wählst, liest du unter BaPsy Testorte.
Am Anfang steht der Aufbau des Tests: Wer die Struktur der sechs Testteile kennt, kann seine Lernzeit gezielt auf die Bereiche legen, die noch schwerfallen, statt überall gleich viel zu üben. Einen kompletten Lernplan mit Strategie findest du auf der Seite BaPsy Vorbereitung.
cleverprep Lernbereich
Aufgaben zu allen sechs Testteilen, Testsimulationen mit Zeitvorgabe und zu jeder Aufgabe ein ausführlicher Lösungsweg.
Der BaPsy-DGPs ist ein Studieneignungstest für den Bachelor Psychologie, den die Deutsche Gesellschaft für Psychologie bundesweit anbietet. Er dient als zweites Kriterium neben der Abiturnote: Mit dem Ergebnis sammelst du Zusatzpunkte, die viele Hochschulen bei der Vergabe der Studienplätze anrechnen. Die Teilnahme ist freiwillig und keine Zulassungsvoraussetzung.
In der Regel nicht. Da Abiturnote und Testergebnis meist addiert werden, bleibst du selbst bei null Punkten auf dem Stand deiner Abiturnote. Verrechnet eine Hochschule beide Werte anders, kannst du ein schwaches Ergebnis auch einfach nicht einreichen.
Ja, aber frühestens nach 22 Monaten, also ungefähr nach zwei Jahren. Wer im Mai 2025 geschrieben hat, darf im Mai 2027 erneut antreten. Bist du gar nicht angetreten, kannst du dich schon zum nächsten Termin wieder anmelden, allerdings erneut gebührenpflichtig.
Ja. Du musst am Testtag nur den Nachweis über das Einverständnis einer gesetzlichen Vertretung dabeihaben, zusammen mit deinem Lichtbildausweis.
Ja, Schülerinnen und Schüler der Vorabiturklassen dürfen teilnehmen. So lassen sich die Vorbereitung auf das Abitur und die auf den BaPsy-DGPs zeitlich entzerren, statt beides im selben Frühjahr zu stemmen.
Bei chronischer Erkrankung oder Behinderung reichst du einen formlosen Antrag ein, in dem steht, wie sich die Beeinträchtigung konkret auf die Bearbeitung auswirkt und welche Ausgleichsmaßnahme du vorschlägst. Dazu kommt ein ärztliches oder psychologisches Gutachten mit Diagnose und Bezug auf den aktuellen Test.
Zwei Punkte sind wichtig: Das Gutachten darf nicht älter als sechs Monate sein, und der Upload muss bis zum Ende der Anmeldefrist erfolgen, also bis zum 15. August 2026 für den Termin im November 2026 und bis zum 15. Februar 2027 für den Termin im Mai 2027.
Nach Empfehlung der DGPs mindestens fünf Jahre. In dieser Zeit kannst du es beliebig oft und an allen kooperierenden Hochschulen einsetzen. Du musst also nicht in jedem Bewerbungsjahr neu antreten, und die Bewerbung ist unabhängig vom gewählten Testort an allen teilnehmenden Hochschulen möglich.
Die Testgebühr beträgt 100 €. Eine Umbuchung von Testort, Testtag oder Uhrzeit kostet 15 Euro, ebenso die Neuausstellung des Zertifikats. Die Anmeldung kannst du innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Mehr dazu auf der Seite BaPsy Kosten.
Der Test läuft ausschließlich in Präsenz an einem von 12 Testorten: Baden-Baden, Berlin, Bielefeld, Bornheim, Dachau, Dresden, Erlangen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Markranstädt und Münster. Eine Online-Testung gibt es nicht.
Termine sind der 30. und 31. Mai 2026 sowie im Testjahr 2027 der 14. November 2026 und der 22. Mai 2027. Deine Eintrittskarte bekommst du circa vier Wochen vor dem gebuchten Termin.
Ab dem Testjahr 2027 gibt es zwei Termine pro Jahr, einen im Herbst und einen im Frühjahr. Die Auswertung erfolgt über beide Testungen eines Testjahrs hinweg. Für das Testjahr 2027 werden die Zertifikate deshalb am 15. Juni 2027 ausgegeben, auch wenn du bereits im November 2026 geschrieben hast.
Er besteht durchgehend aus Single-Choice-Aufgaben in 6 Teilen: Mathematikkenntnisse, Schlussfolgerndes Denken verbal, figural und numerisch sowie Psychologieverständnis auf Deutsch und auf Englisch. Insgesamt sind es 122 Aufgaben in 156 Minuten. Testsprache ist Deutsch, auch wenn ein Testteil englische Texte enthält. Notizen und Nebenrechnungen sind nur im Mathematikteil erlaubt, und zwar ausschließlich auf dem ausgeteilten Schmierpapier. Beispielaufgaben findest du unter Aufbau und Beispielaufgaben.
Diese Frage lässt sich nicht mit einer festen Zahl beantworten. Dein Ergebnis wird als Rangplatz innerhalb der im Testjahr geprüften Teilnehmenden berichtet, nicht als Anzahl richtiger Aufgaben. Auf dem Zertifikat stehen zwei Kennwerte: der Prozentrang innerhalb des Testjahrs und ein Standardwert. Welchen davon eine Hochschule verwendet und wie stark sie ihn gewichtet, steht in ihrer Zulassungsordnung.
Nein. Vor der Bewerbung lohnt sich der Blick in die Zulassungsordnung deiner Wunschhochschule, weil dort auch die Gewichtung geregelt ist. Bewerbungen aus Nicht-EU-Staaten laufen über eine eigene Quote, in der der Test kein Kriterium ist. Bei Zweitstudienbewerbungen gilt das meist ebenfalls, hier gibt es aber Ausnahmen, sodass eine Rückfrage bei der Hochschule sinnvoll ist. Eine Übersicht findest du unter teilnehmende Unis.
Bei Nichterscheinen wird die Testgebühr nicht erstattet, unabhängig vom Grund. Du kannst dich dann zum nächsten Termin erneut anmelden, wieder gebührenpflichtig. Ein gesundheitlicher Notfall während des Tests wird behandelt, als wärst du nicht angetreten. Voraussetzung ist, dass du noch am selben Tag einen Notarzt aufsuchst und dir den Notfall bescheinigen lässt.
Im cleverprep Lernbereich übst du Aufgaben zu allen sechs Testteilen, mit Testsimulationen und ausführlichen Lösungswegen. Die ersten 150 nutzen ihn bis zum 30. November 2026 kostenlos, danach kostet er regulär 99 €. Wie du deine Vorbereitung sinnvoll aufbaust, zeigt dir die Seite BaPsy Vorbereitung.
Daneben gibt es kostenloses offizielles Übungsmaterial im Umfang der gesamten Testlänge, dazu Trainingsvideos mit Lösungsstrategien für die einzelnen Testteile und Hinweise zum Umgang mit Prüfungsangst. Vor dem Test wird außerdem das kostenfreie Online-Self-Assessment OSA-Psych empfohlen, das einen Erwartungs- und Interessenstest, einen Fähigkeitsteil mit Beispielaufgaben und Informationen zum Studium enthält.
cleverprep ist ein unabhängiges Übungsangebot und nicht mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) oder den Stellen verbunden, die den BaPsy-DGPs entwickeln und durchführen. BaPsy-DGPs ist eine eingetragene Marke der DGPs e.V.
Ein Angebot von Simon Eckert.